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Wie man unseriöse Trading Plattformen erkennt

Wie man unseriöse Trading Plattformen erkennt

Wie man unseriöse Trading Plattformen erkennt

Trader, die mit Kursschwankungen spekulieren, gehen ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Kursbewegungen sollten aber das einzige Risiko darstellen – das heißt, es ist ratsam, im Vorfeld einen Blick hinter die Kulissen der Trading Plattform zu werfen. Denn die Zahl der „schwarzen Schafe“ darf man nicht unterschätzen.

Ganz egal, ob man über eine namhafte Plattform mit Aktien handelt oder über Bitcoin Trader mit digitalen Währungen spekuliert – bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, ist es ratsam, im Vorfeld Informationen einzuholen und auf ein paar Aspekte zu achten, damit man keine böse Überraschung erlebt.

Wenn Risikowarnungen verharmlost werden

Der seriöse Broker wird seine Kunden bereits auf der Startseite darauf hinweisen, dass der CFD Handel ein nicht außer Acht zu lassendes Risiko mit sich bringt, sodass selbst ein Totalverlust nicht ausgeschlossen werden kann. Ein Hinweis, der bei unseriösen Anbietern entweder fehlt oder nur in abgeänderter Form zu finden ist. Die Folgen sind verheerend. Vor allem Einsteiger wie Anfänger sind noch nicht in der Lage, das Risiko des Börsenhandels richtig einzuschätzen und können sodann innerhalb kürzester Zeit ihr gesamtes Kapital, das sie eingesetzt haben, verlieren.

Unrealistische Bonusbedingungen

Eine Taktik, die ebenfalls ein Hinweis sein kann, dass es sich um einen unseriösen Broker handeln kann: Hohe Boni locken Neukunden an – doch wenn die Bedingungen derart formuliert sind, sodass es kaum möglich ist, den in den Raum gestellten Bonus auch zu bekommen, kann man schon von einem sehr fragwürdigen Verhalten sprechen. Wirkt der Bonus vielversprechend, so ist im Vorfeld zu klären, wie die Auszahlungsbedingungen des Bonusangebots aussehen.

Variable Spreads

Zu beachten ist, dass variable Spreads nicht automatisch bedeuten, dass es sich hier um eine betrügerische Plattform handelt. Man sollte aber dennoch vorsichtig sein, sofern von Seiten des Brokers nur der Handel zu variablen Spreads ermöglicht wird. Denn man kann in diesem Fall nicht ausschließen, dass der Spread in ungeahnte Höhen schießt, sodass der Broker seine Einnahmen steigert. Weitere Informationen finden sich in der Regel in den Handelsbedingungen sowie den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Brokers. Alternative: Mit fixen Spreads handeln – hier gibt es keine bösen Überraschungen.

Die nichtgerechtfertigte Sperrung des Accounts

Besonders heimtückisch: Der Trader fährt mit seiner gewählten Handelsstrategie regelmäßig Gewinne ein – auf einmal wird der Account von Seiten des Brokers aber gesperrt. Die Gründe sind in der Regel nicht nachvollziehbar. Somit ist dem Trader ein weiterer Handel auf der Seite des Brokers untersagt. Die erzielten Gewinne fließen zudem ebenfalls in die Tasche des Brokers, da ein Einloggen und somit ein Auszahlen der Gewinnsumme nicht mehr möglich ist. Somit kommt es zu einem Totalverlust, für den der Trader nicht einmal verantwortlich ist.

Worauf man vor der Kontoeröffnung achten sollte

Worauf man vor der Kontoeröffnung achten sollte
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Das Sicherungsumfeld mag das wichtigste Merkmal sein, wenn es darum geht, einen seriösen Broker zu finden. Hier spielt vor allem die Regulierung eine wesentliche Rolle, da so sichergestellt wird, dass der Broker vertrauenswürdig mit dem Kapital des Kunden umgeht. Innerhalb der Europäischen Union unterstehen die Regulierungsbehörden den Regeln der MiFID, die garantieren, dass die Behörden einer einheitlichen Arbeit nachgehen. Besonders streng sind die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) sowie die britische Financial Conduct Authority (kurz: FCA) – hier sind von Seiten des Brokers umfangreichreiche Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen. Ebenfalls streng: Die Cyprus Securities and Exchange Commission (kurz: CySEC) – unterliegt der Broker einer dieser Stellen, so kann man davon ausgehen, dass es sich um eine sichere bzw. seriöse Plattform handelt.

Hat man vor Gericht eine Chance?

In der Regel haben (fast) alle unseriösen Trading Plattformen ihren Sitz außerhalb Europas. Besonders beliebt sind hier die karibischen Inseln. Das heißt, man befindet sich weit weg von der deutschen Gerichtsbarkeit. Hat man also als Deutscher überhaupt die Chance, dass man sein Geld zurückbekommt?

Einen rechtlichen Anspruch hat man nur dann, wenn man über das Online Depot Geld überweist und keine Aktien dafür bekommt. Doch in vielen Fällen werden die Kaufaufträge nur per Telefon abgewickelt, sodass letztlich die Beweise fehlen. Hier hat man am Ende keine Chance.