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Zwangsversteigerungen von Eigenheimen führen zu immer größeren Problemen

Zwangsversteigerungen von Eigenheimen führen zu immer größeren Problemen

Nach zwei Untersuchungen auf die sich das Wall Street Journal beruft sollen die Preise für Immobilien in den USA weiter fallen. Die Untersuchungen wurden von der Rating-Agentur S&P und dem US-amerikanischen Spezialisten im Bereich Immobilien, John Burnes, durchgeführt. Nach Schätzungen von Burnes belaufe sich die Zahl der Eigenheime in den USA, deren Hypothekendarlehen nicht fristgerecht bedient werden, sich momentan in Maßnahmen der Zwangsvollstreckung befinden oder von ähnlichen Vorgängen betroffen sind, auf fünf Millionen Objekte. Diese stünden somit in einigen Monaten zum Verkauf. Derzeit sind 7,7 Millionen Haushalt in den USA mit ihren Zahlungen zu den Hypothekendarlehen im Verzug. Damit wäre die Mehrzahl dieser Haushalte vor große Probleme gestellt. Die Studien werden als Beweis herangezogen, dass eine restriktive Vergabe von Krediten und Arbeitslosigkeit immer noch dazu führe, Verbraucher in arge Bedrängnis zu bringen. Viele Haushalte hätten massive Probleme bei der Bedienung ihrer Hypothekendarlehen. Die Situation könnte soweit eskalieren, dass Eigenheimbesitzer keinen finanziellen Anreiz mehr sehen könnten ihr Haus weiter zu bewohnen.

Die Studien zeigen die Problematik auf, dass die US-Regierung mit einem möglichen Programm darauf abziele 75 Milliarden Dollar in den Markt zu pumpen, um die monatlichen Hypothekenraten der betreffenden Haushalte zu kürzen, damit die Menschen weiter ihre Häuser bewohnen können. Laut Unterlagen, die der US-Regierung vorliegen würden, wäre klar, dass solche Haushalte bereits 90 Tage nachdem diese die Kürzung der Hypothekenrate in Anspruch genommen haben wieder mit ihren Zahlungen säumig sind. Zwei Gründe sprechen für diesen Verlauf. Zum einen ist es manchen Haushalten auch nicht möglich die verminderte Rate zu zahlen, zum anderen könnten die Hausbesitzer, angesichts weiter fallender Immobilienpreise, ihr Eigenheim verkaufen, um einigermaßen unbeschadet aus der Angelegenheit herauszufinden. Die Studien gehen in Anbetracht der fehlenden Zuversicht, dass sich die Wirtschaftslage wieder positiv gestaltet, die Immobilienpreise am sinken sind und die Arbeitslosigkeit ansteigt von weiter fallenden Preisen für Eigenheime bis zum Ende des Jahres aus.
(Quelle: Börse Go)