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Zugunglück Hordorf (Sachsen-Anhalt): War Lokführer schuld?

Zugunglück Hordorf (Sachsen-Anhalt): War Lokführer schuld?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/redarrow101/5381468509/sizes/m/in/photostream/##jpmueller99
Die Aufräumarbeiten nach der schweren Zugkatastrophe in Hordorf sind fast abgeschlossen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Lokführer. Der 41-Jährige hat das Unglück überlebt.

Es sind schwere Vorwürfe gegen den Lokführer aufgetaucht, er könnte ein Haltesignal überfahren haben. Jetzt laufen Ermittlungen an wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der Gefährdung des Bahnverkehrs. Es wird versucht herauszufinden, wo sich der Güterzug-Lokführer zur Zeit des schweren Zusammenstoßes befand.

Durch den frontalen Zusammenprall von zwei Zügen auf einer eingleisigen Strecke wurden zehn Menschen getötet und 23 Fahrgäste verletzt. Acht der zehn Toten müssen noch identifiziert werden. Wie man bis jetzt weiß, haben in dem Zug viele junge Leute gesessen, die eine Diskothek in Halberstadt besuchen wollten.

Wie lange die Aufräumarbeiten und die Reparaturen der Gleise noch andauern werden, ist nicht bekannt. Voraussichtlich wird für mehrere Tage ist zwischen Halberstadt und Oschersleben – auch in der Gegenrichtung – ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden.