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Zu Guttenberg: Ab nach Afghanistan und immer mehr Plagiats-Vorwürfe zur Doktor-Arbeit

Zu Guttenberg: Ab nach Afghanistan und immer mehr Plagiats-Vorwürfe zur Doktor-Arbeit

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/ngmmemuda/4482259587/sizes/m/in/photostream/##Juliana Coutinho
Ein Schelm der Böses denkt: Zu Hause in Deutschland tauchen immer mehr Textstellen in der Doktor-Arbeit des Bundesverteidigungsministers auf, die abgeschrieben wurden. Jetzt sogar von der US-Botschaft. Seine Niederschrift weitet sich langsam zu einem handfesten Skandal aus. Immer mehr bekannte und hoch angesehene Journalisten melden sich, von denen er fast wortgleich abgekupfert hat.

Und wo ist Herr Karl-Theodor zu Guttenberg jetzt? In Afghanistan, seine/unsere Soldaten zum neunten Mal in 18 Monaten besuchen! Scheut er die Auseinandersetzungen in der Heimat? So oft wurde die Truppe noch nie besucht von einem Minister binnen so kurzer Zeit und dazu mit einem Berg Problemen zu Hause.

Der Freiherr hat allerdings jetzt viel im Heimatland zu bewältigen. Bisher überstand er absolut schadlos mit seinen ihm so eigenen (vor-)schnellen Entschlüssen alle Zwischenfälle bei der Bundeswehr. Ebenso prallte irgendwie der Skandal auf der Gorch Fock an ihm ab. Es waren wohl immer die anderen. Sein schnelles Handeln ist allseits bekannt und verschaffte ihm die Nummer eins bei Politbefragungen.

Nun wird es schwierig. Immer mehr Plagiate in seiner Doktor-Arbeit werden nachgewiesen. Man kann darüber gespaltener Meinung sein, dass sich jetzt die „Internetgemeinde“ daran gerne beteiligt. Fest steht, dass der Bundesverteidigungsminister ein großes Problem hat, wofür er andere nicht absetzen kann, er muss dieses Mal „mit sich selbst“ klarkommen und zu seinen eigenen Fehlern stehen. Man muss auch die Untersuchungen an der Universität abwarten und hoffen, dass dort äußerst penibel und neutral recherchiert wird.

Eine Anmerkung sei hier noch erlaubt. Wenn zu Guttenberg meint, die Vorwürfe seien abstrus und er habe „halt ein paar Fußnoten“ vergessen zu notieren, ist das wohl äußerst unglaubwürdig. Jemand, der so brillant mit „summa cum laude“ beurteilt wurde von seinem Doktor-Vater und der auch in der Öffentlichkeit als integer, brillant und überaus intelligent beurteilt wird, kann doch wohl kaum in dieser so bewerteten Arbeit einfach mal „etwas vergessen“ haben? Das alleine wirkt unglaubwürdig bei einem angeblich so brillanten Schreiber. Was konnte man heute Morgen im Radio hören: Die Arbeit des Dr. jur. zu Guttenberg ist „summa cum lausig“!