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Zahl der Organspender und Transplantationen in Deutschland gestiegen

Zahl der Organspender und Transplantationen in Deutschland gestiegen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gdsdigital/4015700885/sizes/m/in/photostream/##GDS Infographics
Im Jahr 2010 gab es 1.300 Menschen, denen nach ihrem Sterben Organe entnommen wurden. Obwohl die meisten Deutschen keinen Organspendeausweis haben stieg die Zahl der Transplantationen an. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) gab an, dass es mit Organspendern wieder aufwärts gehe.

Die Zahl der Organspenden stieg von 3.897 im Jahr 2008 auf 4.205 in 2009 an. 2010 wurden 4.326 Organe transplantiert. In den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gab es mehr als 45 Prozent Organspender. Allerdings stehen nach wie vor 12.000 Patienten auf der Warteliste für eine Organspende. Die Mehrzahl von ihnen wartet auf eine neue Niere.

Die DSO hofft nicht zuletzt durch die 2010 bekanntgewordene Spende einer seiner Niere des Ex-Außenministers Steinmeier für seine Frau, dass sich nunmehr das Verhalten der Menschen, was Organspenden betrifft, ändert. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine aktuelle Umfrage gestartet und festgestellt, dass die Bereitschaft einer Organspende grundsätzlich zugenommen hat.

Allerdings fällt Deutschland mit einer Quote von jährlich rund 15 Organspendern pro eine Million Einwohnern hinter anderen Ländern erheblich zurück. Die Spendenbereitschaft in den USA, Österreich, Frankreich, Italien und Finnland mit mehr als 20 und Spanien mit 34 liegt dort deutlich höher. Organe können Leben retten!