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Yen-Höhenflug: Japan zieht Reißleine am Devisenmarkt

Yen-Höhenflug: Japan zieht Reißleine am Devisenmarkt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/adforce1/4113657585/sizes/m/in/photostream/##williamcho
Japan interveniert am Devisenmarkt erstmals seit sechs Jahren. Man will der ständigen Aufwertung des Yens nicht länger zusehen und reagiert. Die japanische Notenbank hat bei einem Kurs von 83 Yen für einen Dollar die Reißleine gezogen.

Damit der dauernde Höhenflug des Yens gestoppt wird hat Japan zum ersten Mal seit 2004 US-Dollar angekauft. Yoshihiko Noda, japanischer Finanzminister, hat im Rahmen einer Pressekonferenz gesagt, dass es ein Alleingang Japans gewesen sei, der allerdings mit den internationalen Partnern abgestimmt war.

Er führt weiter aus, dass die Regierung in Tokio wild entschlossen sei alles zu unternehmen um eine weitere Aufwertung des Yens zu stoppen. Eines der möglichen Mittel sei eben eine Intervention am Devisenmarkt.

Der Kurs von 83 Yen pro Dollar sei der höchste, der in den letzten fünfzehn Jahren erreicht wurde. Besonders haben die Exporte unter dem starken Yen zu leiden. Japanische Waren verteuern sich dadurch auf den internationalen Märkten. Für die japanische Wirtschaft ist dies enorm belastend, weil sie in großem Maße von den Exporten abhängig ist.