close
Wort des Jahres 2010: „Wutbürger“

Wort des Jahres 2010: „Wutbürger“

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/quinnanya/4698714987/sizes/m/in/photostream/##quinn.anya
Die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden hat auch dieses Jahr ein Wort zum „Wort des Jahres 2010“ gekürt. Es heißt „Wutbürger“.

Das Wort steht für die Empörung des Volkes, indem politische Entscheidungen über seinen Köpfen hinweg getroffen werden. Es dokumentiere, so die Jury, ein großes Bedürfnis der Bürger, über ihre Wahlentscheidung hinaus bei gesellschaftlich und politisch relevanten Projekten ein Mitspracherecht zu haben.

Mit zu dieser Entscheidung haben sicher die Demonstrationen gegen das Projekt Stuttgart 21 geführt. Daher landete auch „Stuttgart 21“ auf Platz zwei der diesjährigen Entscheidung. Das „Sarrazin-Gen“ belegte Platz drei. Thilo Sarrazin hatte mit seinem umstrittenen Buch gegen die Ausländer und speziell die Türken für große Kritik gesorgt.

Im Jahr 2009 entschied sich die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache für das Wort „Abwrackprämie“. 2008 war es die „Finanzkrise“.

Für 2011 könnte man bereits darauf tippen, dass das Schlagwort, welches die Regierung ständig benutzt für ihre unsägliche Lobby-Arbeit „Alternativlosigkeit“ sein könnte. Das könnte man zum Unwort des Jahres küren. Es zeigt die Ratlosigkeit oder bewussten Nichtwahrnehmung von Problemen der Regierung, wie man richtig mit den anstehenden zu bewältigenden Problemen umgehen könnte und nicht will.