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WM 2010: Tricks der Bundesregierung bei Entscheidungen von Brisanz in der Politik während der Spiele

WM 2010: Tricks der Bundesregierung bei Entscheidungen von Brisanz in der Politik während der Spiele

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Die ARD-Sendung „Monitor“ hat aufgezeigt, wie von der Regierung wichtige Entscheidungen für alle Bürger unauffällig verabschiedet werden, während sich das Volk draußen über andere Ereignisse freut und sonst nichts wahrnimmt.

Monitor zeigt, wie doch vieles im Hintergrund geschieht, was ganz andere Gespräche ausgelöst hätte, wären wir alle nicht eingelullt von WM-Euphorie.

Georg Restle fand überraschende Parallelen: Während die Bürger jubeln verwaist der Kabinettstisch der Bundesregierung, ein leerer Plenarsaal, Deutschland spielte in Südafrika. Berlin im kollektiven Fußball-Rausch. Doch Politik wurde trotzdem gemacht. „Politische Grausamkeiten zur Halbzeitpause“ laut „Monitor“.

Z.B. die Meldung: „Auf die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen kommen deutlich steigende Kosten zu. Weiter „Monitor“: Ein böses Foul – gegen alle gesetzlich Versicherten. Es wird teuer nach der WM-Party. Und obendrauf: unbegrenzte Zuzahlungen nur teilweise steuerfinanziert. Mehr netto vom brutto? Ach was. Die Deutschen werden mehr für ihre Gesundheit bezahlen müssen als je zuvor“.

Dieses Verhalten der Deutschen bei großen Ereignissen bestätigt auch einer, der Merkels Politik jahrelang mitverkauft hat. Thomas Steg, ehem. Regierungssprecher: „Im Siegestaumel der Fußballeuphorie in Deutschland gehen natürlich solche bitteren Entscheidungen erst einmal unter. Die Menschen denken an alles Mögliche, aber jetzt nicht so sehr an ihre Krankenversicherungsbeiträge im Jahr 2011. Und da ist dann schon ein bisschen die Hoffnung dabei, dass eine Wutwelle, die es sonst vielleicht gegeben hätte – gerade in Boulevard-Medien – jetzt nicht stattfindet, weil nur noch über Löws Jungs nachgedacht wird.“

Auch währender WM 2006 war ein einig Volk im Fußballrausch und auch da war Politik Nebensache, allerdings mit erheblichen Nebenwirkungen. Auch da hieß es, rauf mit den Kassenbeiträgen im Schatten der Spiele, auf dass es keiner merken sollte. Auch die Mehrwertsteuererhöhung wurde damals erst nicht registriert. Zur Europameisterschaft 2008 erfolgte dann das Gesetz zur Arbeitnehmererfassung Elena und jetzt wieder das gleiche Spiel.