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Wirtschaftsweise: Warnung vor Steuersenkungen

Wirtschaftsweise: Warnung vor Steuersenkungen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/anilmohabir/4855465597/sizes/m/in/photostream/##Anil Mohabir

Gerade erst haben die Wirtschaftsweisen ihre Herbstprognose mit guten Ergebnissen vorgelegt, da warnen sie auch schon vor Steuersenkungen. Für das laufende Jahr haben sie ein Wachstum von 3,7 Prozent prognostiziert und liegen damit deutlich über der Schätzung der Bundesregierung.

Auch das kommende Jahr soll das Wachstum über den Erwartungen der Bundesregierung liegen, aber abgeschwächt im Vergleich mit dem laufenden Jahr bei 2,2 Prozent ankommen.

Unterdessen warnt der Sachverständigenrat eindringlich vor Steuersenkungen. Die Koalition dürfe jetzt keine Steuergeschenke machen. Es wäre kein Spielraum für Steuerentlastungen vorhanden, und das bis weit in die nächste Legislaturperiode hinein. Die Wirtschaftsweisen verweisen darauf, dass zunächst die öffentlichen Haushalte konsolidiert werden müssen, bevor man im Bereich der Steuern Geschenke mache.

Aus den Reihen der FDP werden immer wieder Stimmen nach Steuerentlastungen für die Bürger laut. Derzeit bleibt die Bundeskanzlerin noch hart, was die Frage nach Steuersenkungen angeht und erhält jetzt zusätzlich Schützenhilfe von den Wirtschaftsweisen. Einziger Vorschlag des Sachverständigenrats ist, dass man den allgemeinen Mehrwertsteuersatz auf 16,5 Prozent von aktuell 19 Prozent absenkt und im Gegenzug den ermäßigten Mehrwertsteuersatz abschafft.