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Winnenden: Prozessbeginn gegen Vater des Amokläufers

Winnenden: Prozessbeginn gegen Vater des Amokläufers

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/sgt_spanky/1407250122/##Kevitivity
Über ein Jahr ist der grausame Amoklauf von Winnenden her. Tim K., damals 17 Jahre alt, der am 11. März 2009 die Schule stürmte, die er besucht hatte, schoss mit einer Sportpistole wild um sich.

Drei Lehrer und neun Schüler mussten dabei sterben. Als er dann flüchten wollte schoss er weiter wild um sich. Dabei mussten drei weitere unbeteiligte Menschen sterben. Tim K. erschoss sich am Schluss selbst.

Am kommenden Donnerstag beginnt der Prozess gegen den Vater, Jörg K., am Landgericht Stuttgart. Der Vater muss sich jetzt dafür verantworten, dass er seine Sportwaffe nicht fachgerecht verschlossen hatte. Er hatte sie im Schlafzimmerschrank aufgehoben. Hier konnte Tim K. die Waffe einfach entwenden.

Der Vater äußerte sich hierzu, dass er aus Angst vor möglichen Einbrechern die Sportwaffe bei sich im Schlafzimmerschrank deponiert hatte. Dies verstößt allerdings gegen das Waffengesetz. Nur durch diese unüberlegte Aufbewahrung der Waffe konnte es zu dem Amoklauf seines Sohnes kommen, so die Staatsanwaltschaft.

Der Vater von Tim K. muss sich jetzt vor Gericht verantworten. Zugleich kommt das unendliche Leid, das durch die Tat angerichtet wurde, wieder hoch. Auch der Schmerz durch den Verlust des eigenen Sohnes. Jetzt kommt nochmals eine schwere Zeit der betroffenen Familien, die sie durchzustehen haben.