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WikiLeaks: Julian Assange kämpft weiter gegen Auslieferung

WikiLeaks: Julian Assange kämpft weiter gegen Auslieferung

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/home_of_chaos/5287303391/sizes/m/in/photostream/##Abode of Chaos
Wieder geht es um die Auslieferung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange aus Großbritannien nach Schweden. Ihm wird in Schweden von der Göteborger Staatsanwältin Marianne Ny vorgeworfen, im August letzten Jahres zwei Frauen sexuell belästigt und eine von ihnen angeblich vergewaltigt zu haben.

Da in Schweden die Gesetze äußerst scharf sind, wird ihm letztendlich vorgeworfen, gegen den Willen der Betroffenen ungeschützten Geschlechtsverkehr ausgeübt zu haben. Assange selbst wird von vielen Anwälten, die aus Großbritannien, Schweden und Australien kommen vertreten.

Er befürchtet, von Schweden aus dann in die USA überstellt zu werden. Dort könne ihm der Aufenthalt in einem Straflager oder noch schlimmer die Todesstrafe drohen. Er selbst glaubt an einen Racheakt der Vereinigten Staaten wegen seiner im letzten Jahr auf seiner Internetplattform WikiLeaks veröffentlichten brisanten geheimen Diplomatenpapiere.

Ein für Julian Assange als hochrangiger Zeuge aufgetretener Jurist aus Schweden, der Staatsanwalt Sven-Erik Alhem, meint zum Auslieferungsbegehren Schwedens, dass dies nicht nötig sein müsste. Der Beschuldigte könne per Videoschaltung in Großbritannien verhört werden. Darüber hinaus kritisierte Ahlhem, dass Assange in dem Anklagefall klar identifiziert worden sei, obwohl das in Schweden durchaus nicht übliche Praxis sei bei einem Vergewaltigungsprozess.