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WikiLeaks-Informant: Droht dem US-Soldaten die Todesstrafe?

WikiLeaks-Informant: Droht dem US-Soldaten die Todesstrafe?

Bild; ##http://www.flickr.com/photos/nestorgalina/5023614929/sizes/m/in/photostream/##nestor galina
Indem sich WikiLeaks-Gründer Julian Assange in Großbritannien seiner Auslieferung nach Schweden mit allen möglichen Rechtsmitteln zur Wehr setzt, hat es den US-Gefreiten Bradley Manning hart erwischt. Die US-Staatsanwaltschaft hat ihn angeklagt, Daten zur Veröffentlichung an „den Feind“ weitergegeben zu haben.

Darauf steht die Todesstrafe. 22 weitere Klagen haben die US-Streitkräfte gegen den mutmaßlichen Informanten Manning erhoben, sie sprechen aber nicht von der letzten Strafe, dem Tod. Weiterhin wird dem inhaftierten US-Soldaten unter anderem auch die Nutzung unerlaubter Software auf Regierungscomputern zum Anzapfen und Downloaden zur Last gelegt.

Diese soll er dann weitergegeben haben. Die besagten Dokumente hatten vor ein paar Monaten weltweit für Wirbel und natürlich auch Interesse gesorgt als man sie auf WikiLeaks abrufen konnte. Die Verhandlungen werden über ein halbes Jahr dauern. Danach drohen Bradley Manning eine lebenslange Haftstrafe, der Verlust aller Bezüge, eine Degradierung und die unehrenhafte Entlassung aus dem Dienst der amerikanischen Streitkräfte.

Kurz nach dem Erscheinen von geheimen Depeschen und Dokumenten aus Diplomatenkreisen auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks wurde deren Gründer Julian Assange plötzlich in Schweden beschuldigt, mit zwei Frauen ungeschützten Verkehr gehabt und eine Frau vergewaltigt zu haben. Er widersetzt sich mit allen Rechtsmitteln dem von Schweden gestellten Auslieferungsantrag und geht davon aus, dass das offenbar eine Rache auf seine Veröffentlichungen darstelle.