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Wieder explosive Stellungnahme gegen Westerwelle – Kubicki-Papier

Wieder explosive Stellungnahme gegen Westerwelle – Kubicki-Papier

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Wiederum hagelt es immense Kritik an FDP-Chef Westerwelle. Dieses Mal kommt ein Papier aus Schleswig-Holstein. Kein geringerer als der Fraktionschef der FDP aus Schleswig-Holstein und Bundesvorstandsmitglied der Partei, Wolfgang Kubicki, hat es verfasst.

Um die FDP vor den anstehenden Landtagswahlen aus dem Umfragetief zu holen, hatte man sich auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart mühevoll geeinigt und nach außen Ruhe gezeigt. Doch in der Partei selbst brodelt es weiter.

Westerwelle hat zwar eine kämpferische Rede gehalten, allerdings bleibt er weiterhin arrogant , selbstverliebt und zeigt nicht einmal den Hauch einer Kritik sich selbst gegenüber. So wundert es nicht, dass ein weiteres äußerst radikales Kritikpapier, den Kurswechsel bei der FDP endlich einzuleiten, entstanden ist.

Seit einer Woche „versteckt“ Generalsekretär Christian Linder dieses Papier, was den Gelben den Weg aus der Krise weisen will. Autoren wie Kubicki und der Arbeitsminister und stellvertretende Ministerpräsident in Kiel, Heiner Garg, konstatieren in diesem, dass die FDP vor einem Scherbenhaufen durch ihre schlechte Politik stehe. Weiterhin dürfe es keine Tabus mehr geben, es müsse offen und ehrlich über Personal und die Ausrichtung der Liberalen diskutiert werden. Lindner hält das brisante Papier weiterhin unter Veschluss. Dort steht auch geschrieben, dass die Demoskopen seit 2009 bereits recherchiert haben, dass der Partei vier von fünf Anhängern verloren gingen.

Weitere Appelle Westerwelles wie beim Dreikönigstreffen an die FDP zur Geschlossenheit und Ruhe vor den Wahlen scheitern. Würde der Parteichef sich selbst einmal ehrlich der Situation stellen, könnte er bemerken, dass er selbst das Desaster ist. Zur Selbstkritik ist er bis heute nicht fähig und lässt somit weiterhin die FDP bis zur Bedeutungslosigkeit zusammenschrumpfen.

Nur mit sinnloser und hohler Kritik an der Opposition lassen sich heutzutage keine Wahlen mehr gewinnen. Diese verkehren sich ins Gegenteil wie man beim jüngsten Wahl-Video der CSU gegen die Grünen sehen konnte. Das ist ein Niveau, auf dem sich bisher selten Parteien in der Republik befanden. Aber: Der Wähler hat stark hinzulernt. Die nächste Wahl steht schon an!