close
Wieder Bahn-Horrorszenario: Passagiere bei Minustemperaturen eingesperrt

Wieder Bahn-Horrorszenario: Passagiere bei Minustemperaturen eingesperrt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/oberau-online/3164223189/sizes/m/in/photostream/##Oberau-Online
Wieder eine schwere Bahnpanne dieses Mal in einem Regionalexpress. Vier Stunden waren 350 Fahrgäste bei Minusgraden eingesperrt. Ohne Heizung und ohne Licht blieb ein Regionalexpress der Deutschen Bahn vier Stunden lang auf offener Strecke liegen.

Der Zugstillstand kam durch einen Kurzschluss in der Oberleitung auf der Strecke Hamburg-Lübeck zustande. In Tremsbüttel, einem Ort zwischen Bad Oldesloe und Hamburg geschahn das Unfassbare. Nachdem am Nachmittag der Zug auf offener Strecke stehen blieb sprang ein Notfallakku an, aber nur für 90 Minuten. Dann gab es keine Heizung und kein Licht mehr.

Die Passsagiere waren sich für vier Stunden in der zur Zeit herrschenden Eiseskälte selbst überlassen. Dann rief eine Lehrerin, sie war mit drei Schulklassen unterwegs, die Polizei an. Die Passagiere waren die ganze Zeit eingesperrt, weil der Lokführer sie nicht aussteigen lassen konnte. Mit der Situation völlig überfordert war zudem auch noch die Zugbesatzung.

Ein gerufener Notfallmanager brauchte bis zum liegen gebliebenen Regio-Express sage und schreibe zwei Stunden. Er wurde aus Lübeck herbeigerufen. Drei Stunden nach dem Ausfall erreichten dann Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei den Zug. Dann endlich konnten die Passagiere versorgt werden, einige sogar erst nach vier langen Stunden. Sie waren völlig verstört, froren entsetzlich und es gab vereinzelt Panik, Kreislaufbeschwerden und Unterkühlungen. Die Bahn entschuldigte sich mit „einer Verkettung unglücklicher Umstände“.