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Westpfahl-Gutachten: Missbrauchsfälle in katholischer Kirche ungeheuerlich

Westpfahl-Gutachten: Missbrauchsfälle in katholischer Kirche ungeheuerlich

Westpfahl-Gutachten: Missbrauchsfälle in katholischer Kirche ungeheuerlich 5
Bild: ##http://www.flickr.com/photos/thechristianalert/3760895164/sizes/m/in/photostream/##TheChristianAlert.org
Die für die Missbrauchsaffären in der katholische Kirche beauftragte Gutachterin Marion Westpfahl ist entsetzt. Schonungslos veröffentlicht sie, wie der Missbrauch in der katholischen Kirche vonstatten ging. Es wurde systematisch vertuscht, Akten wurden vernichtet und es gab eine völlige Missachtung der Opfer.

Auch Papst Benedikt XVI., von 1977 bis 1982 Erzbischof von München und Freising wird für die erschreckende Aktenpflege der katholischen Kirche in diesem Zeitraum verantwortlich gemacht. Es gebe nur ein einziges Dokument, wo der Papst, damals noch Joseph Ratzinger in seiner Amtszeit in München mit einen Missbrauchsfall überhaupt befasst war.

Aktenlücken lassen darauf schließen, dass überhaupt nie ein Missbrauchsfall bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wurde. Neben der Gutachterin Westphal, einer ehemaligen Staatsanwältin und Richterin, ist auch der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx ein Befürworter der rückhaltlosen Aufklärung. Er sagt: „Was wir tun, sind wir den Menschen schuldig, die zu Opfern wurden“.

Im Gutachten werden 365 Akten-Hinweise auf Missbrauch angeführt, die Täter seien zwischen 45 und 65 Jahre alt gewesen, sie hätten oft erhebliche Reifedefizite, würden zu Selbstmitleid und zur Wehleidigkeit neigen Darüber hinaus hatten sie oft erhebliche Alkoholprobleme