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WestLB hofft auf Staatshilfe bei Verkauf von Immo-Tochter

WestLB hofft auf Staatshilfe bei Verkauf von Immo-Tochter

Im Bestand der WestLB befindet sich derzeit die Westdeutsche Immobilienbank (WestImmo). Sie gilt als eines der Top-Tochterunternehmen der Bank. Sie soll verkauft werden. Hintergrund ist eine Verkleinerung der Bank, die von der Europäischen Union gefordert wird. Beim Verkauf des Immobilienunternehmens soll nun der Staat mit einer Garantie in Milliardenhöhe eingreifen, die durch den Bankenrettungsfonds Soffin gegeben werden soll. Insgesamt würde es sich um fünf Milliarden Euro handeln.

Bislang gibt es hierzu weder vom Staat noch von der Bank eine Stellungnahme. Wie bekannt wurde benötigt die WestImmo die Garantie nicht, weil sie sich nicht refinanzieren kann, sondern der Verkauf würde sich durch die Garantie leichter gestalten. Derzeit gibt es vier Bieter für die WestImmo. Lediglich die Aaeral Bank wäre in der Lage die WestImmo sofort mit der nötigen Liquidität auszustatten. Die Aaeral Bank hat ihrerseits Garantien vom Soffin erhalten. Die anderen Kaufinteressenten Apollo, Blackstone und Colony sind nicht mit solchen Garantien ausgestattet und können die WestImmo nicht mit einer milliardenschweren Liquidität ausstatten.

Bankenkreise schätzen, dass die WestImmo die Garantien innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder zurückgeben kann. Mit dem Verkauf der WestImmo erfüllt die WestLB eine Auflage der EU-Kommission. Die EU-Kommission hatte damals die Gewährung von Milliardenhilfen für die WestLB während der Finanz- und Wirtschaftskrise an Bedingungen geknüpft, die jetzt erfüllt werden. Unter anderem soll die Bilanzsumme der Bank deutlich verringert werden und die Eigentümer ihre Mehrheitsbeteiligung an der Bank aufgeben.