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Westjordanland: Baustopp für Siedlungen von Juden abgelaufen

Westjordanland: Baustopp für Siedlungen von Juden abgelaufen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/paolo_cuttitta/3863534168/sizes/m/in/photostream/##Paolo Cuttitta palestine
Im Westjordanland ist der Baustopp für jüdische Siedlungen abgelaufen. Damit scheint sich die Lage im Westjordanland wieder zuzuspitzen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist wohl nicht an einem Einlenken interessiert und die Palästinenser drohen damit, die Friedensgespräche abzubrechen.

Unterdessen haben die Siedler israelischer Abstammung das Ende des Baustopps in der Nacht zum Montag gefeiert.

Die Israelis haben das Ende des Baustopp mit der Grundsteinlegung in einer Siedlung gefeiert. Es wurden 2.000 Luftballons, die in den Landesfarben Israels gehalten waren, in den Himmel steigen gelassen. Die Zahl 2.000 ist für diese Siedler insofern wichtig, als dass man damit die 2.000 Wohnungen symbolisieren will, die gebaut werden sollen.

Das ursprüngliche Zeichen, das Netanjahu mit dem Baustopp gesetzt hatte, um in der Frage der Friedensgespräche entscheidend weiterzukommen, ist mit dem Ende des Baustopps nun aufgehoben. Der israelische Ministerpräsident schließt eine Verlängerung des Moratoriums aus.

Von Seiten der Palästinenser wird ein sofortiger Baustopp gefordert. Präsident Mahmud Abbas macht die Friedensverhandlungen von einem möglichen Baustopp abhängig. Wie es scheint steuert man auf einen stürmischen Herbst im Nahen Osten zu.