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Weltweit schärfere Kapitalregeln für Banken

Weltweit schärfere Kapitalregeln für Banken

Weltweit müssen sich die Banken auf deutlich schärfere Regeln einstellen. In Basel haben sich am Sonntag die Notenbankchefs und Bankenaufseher von 27 Nationen auf deutlich schärfere Regeln in den Bereichen Liquidität und Eigenkapital geeinigt.

Damit sich die Banken auch entsprechend auf die verschärften Regeln einstellen können wird man die Neuerungen über mehrere Jahre hinweg einführen. Beim „harten Kernkapital“ wird die Quote von derzeit zwei Prozent auf sieben Prozent angehoben.

Man will durch die härteren Regelungen verhindern, dass es noch einmal zu einer Bankenkrise kommt, die solche Ausmaße annimmt wie die aus dem Jahr 2008. Künftig sollen sich die Banken bei Krisen selbst helfen können und nicht mehr nach Milliardenpaketen der Staaten schreien.

Die neuen Regeln sollen letztendlich beim Treffen der G20 in Seoul im November verabschiedet werden. Man hofft, dass man über die Einführung der neuen Regelungen die Unsicherheiten aus den Märkten nehmen kann. Damit will man wieder zu normalisierten Märkten zurückkehren. Auch sollen die Banken wieder das Vertrauen in die eigenen Wettbewerber erhalten und sich wieder untereinander Geld leihen.

Die Veränderung wird schrittweise vollzogen. Ab dem Jahr 2013 müssen die Banken 4,5 Prozent Kernkapitalquote im Bereich der Aktiva vorweisen. Bis zum Jahr 2016 soll dann die Kernkapitalquote bis auf sechs Prozent angehoben werden. In den darauf folgenden zwei Jahren sollen noch einmal 1,5 Prozent hartes Kernkapital aufgebaut werden.