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Weiter blutige Unruhen in Tunesien – Ghannouchi weg, Essebsi da

Weiter blutige Unruhen in Tunesien – Ghannouchi weg, Essebsi da

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/ramyraoof/5413706515/sizes/m/in/photostream/##RamyRaoof
Nach den anhaltenden schweren Unruhen in Tunesien ist Ministerpräsident Ghannouchi zurückgetreten. Für viele war dies überraschend und jetzt trauern ihm sogar einige der Demonstranten nach.

Blutige Krawalle hatte wieder drei Tote und zahlreiche Verletzte gefordert in dem Land, dass trotz des Sieges der Demonstranten bisher noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Von Ghannouchi selbst war zu hören, dass er nicht für Entscheidungen verantwortlich sein will, die zu Opfern führen könnten. Er sei kein Unterdrücker.

Ghannouchi wurde zwar nicht mit Korruptionen in Verbindung gebracht, war aber einer der getreuen Gefolgsleute des gestürzten Ben Ali. Er galt als gemäßigt. Jetzt wurde vom Übergangspräsidenten Fouad Mebazaâ der Jurist Béji Caïd Essebsi ernannt. Ob aber der immerhin bereits 84-Jährige die Geschicke des Landes zum Guten wenden kann muss abgewartet werden.