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Weissrussland: Schwerer U-Bahn-Terror in Minsk – 12 Tote, 149 Verletzte

Weissrussland: Schwerer U-Bahn-Terror in Minsk – 12 Tote, 149 Verletzte

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Ein verheerender Anschlag in einer Minsker U-Bahn-Station hat zwölf Menschenleben gefordert und 149 Verletzte. Davon befinden sich zur Zeit noch 22 in einem kritischem Zustand., so teilt es jedenfalls der Geheimdienst aus Weissrussland KGB mit.

Präsident Lukaschenko vermutet bei den Tätern „Ausländer“,will das „Land auf den Kopf stellen“ und schnellstens aufklären. Das hört sich nach kommenden brutalen Zugriffen an. Die Explosion als solche ist schon entsetzlich genug, aber in Weissrussland ist mit Lukaschenko der letzte europäische Diktator an der Macht, der jetzt wieder einmal hart durchgreifen will und mit eiserner Hand regiert.

Die betroffene Metro-Station befindet sich in der Nähe der Präsidentenresidenz und das Attentat geschah mitten im Berufsverkehr am Abend. Die Bombe war unter einer Sitzbank der Metro-Station Oktjabrskaja versteckt und hatte eine Sprengkraft von fünf bis sieben Kilogramm TNT wurde mitgeteilt. In einem Telefongespräch mit dem Kremlchef Medwedjews nahm Lukaschenko das Angebot für einen Einsatz russicher Ermittlungsbehörden sofort an.

Jetzt wird befürchtet, dass der seit 1994 regierende Diktator noch härter im Lande vorgehen und herrschen wird. In Weissrussland sitzen zahlreiche Oppositionelle in Gefängnissen, stehen unter Hausarrest und flohen, sofern es ihnen möglich war, ins Ausland. Oppositionelle werden niedergeknüppelt und im Land Lukaschenkos gibt es nach wie vor die Todesstrafe, dem einzigen in Europa, das sie auch noch vollstreckt.