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Wegen möglichem Wettbewerbsverstoß Razzia bei Bahn

Wegen möglichem Wettbewerbsverstoß Razzia bei Bahn

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/michaeloglesby/2390973816/sizes/m/in/photostream/##Michael Oglesby
Die EU-Kommission hat wegen des Verdachts auf Wettbewerbsverstoß in den Büros der Deutschen Bahn und ihrer Tochterfirmen Razzien durchgeführt. Dabei geht es um die Vermutung, dass die Bahn ihre marktbeherrschende Position ausgenutzt haben soll. Im Detail geht es darum, dass die EU-Kommission vermutet, die Deutsche Bahn verlange von Fremdunternehmen höhere Strompreise bei der Nutzung der Gleisstrecken als von den eigenen Tochterunternehmen. Es steht der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung im Raum.

Schon am Mittwochabend hat ein Sprecher der Bahn verkündet, dass die Generaldirektion der Deutschen Bahn mit Sitz in Berlin einer Razzia unterzogen worden ist. Die EU-Kommission hat in einer öffentlichen Verlautbarung bekannt gegeben, dass man mehrere Büros der Bahn und von Tochterunternehmen durchsucht habe.

Die EU-Kommission hat allerdings auch klar gestellt, dass eine Durchsuchung als solche noch keine Schuldzuweisung ist, lediglich zeigt, dass ein Verdacht bestehe. Die Vermutung der Wettbewerbsverzerrung müsse sich nicht zwingend bestätigen. Sollte sich jedoch bestätigen, dass die Bahn ihre marktbeherrschende Stellung ausgenutzt hat, dann wird auf sie eine massive Geldstrafe zukommen.

Von Seiten der Bahn hat man sich sehr „überrascht“ gezeigt, sei doch das bestehende Strompreissystem seit 2002 unverändert. Damals, als das Preissystem eingeführt wurde, hatte man schließlich eng mit dem Bundeskartellamt zusammengearbeitet.