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Wegen Eurokrise fordert Trichet eine Wirtschaftsregierung

Wegen Eurokrise fordert Trichet eine Wirtschaftsregierung

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/worldeconomicforum/4312995767/sizes/m/##World Economic Forum

Angesichts der Eurokrise ist Frankreich anscheinend dabei, eine gemeinsame Wirtschaftsregierung zu planen. Auch Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), spricht sich für eine solche Regierung aus.

Deutschland steht dieser Idee bislang sehr kritisch gegenüber, soll aber über einen wichtigen Posten ins Boot geholt werden.

Nicolas Sarkozy, Präsident Frankreichs, spricht sich schon länger für eine europäische Wirtschaftsregierung aus. Trichet hat gegenüber „Le Monde“ gesagt, dass man in Anbetracht der Eurokrise die Politik der einzelnen Länder im Bereich der nationalen Haushalte deutlich stärker kontrollieren müsse.

Zur gemeinsamen Währung, so führte der EZB-Präsident weiter aus, benötige man auch eine Haushaltsunion. Es wäre durchaus möglich, eine solche Instanz ins Leben zu rufen, die europäischen Verträge würden so etwas zulassen.

Nach Vorstellungen Sarkozys soll die Wirtschaftsregierung aus den Staats- und Regierungschefs der Euroländer bestehen. Die Zusammenarbeit soll sehr eng mit der EZB und der EU-Kommission erfolgen.

Bislang hat sich die Bundesregierung nicht zu einem solchen Vorhaben bekannt, allerdings wird man hierfür sichtlich offener. Bundeskanzlerin Angela Merkel schlägt vor, dass eine solche Instanz nicht nur auf die Länder der Währungsunion beschränkt sein, sondern alle 27 EU-Mitgliedsstaaten einbeziehen sollte. Um die Bundesregierung von seinen Plänen zu überzeugen will Sarkozy Zugeständnisse machen, was die mögliche Führung der EZB durch Bundesbankpräsident Axel Weber angeht.