close
Wahlschlappenbewältigung oder Ernst? FDP will alte Meiler dauerhaft abschalten

Wahlschlappenbewältigung oder Ernst? FDP will alte Meiler dauerhaft abschalten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gruenenrw/4359831036/sizes/m/in/photostream/##gruenenrw
Schon wieder eine Rolle rückwärts und Kehrtwende. So schnell wie das zur Zeit politisch geschieht kommt der Wähler fast schon nicht mehr mit.

Nun hört man vom Generalsekretär Christian Lindner, dem jungen Talk-Show-Talent und Nachwuchsstar der FDP, dass er die jetzt vorübergehend abgeschalteten AKW für immer vom Netz nehmen möchte. Das wurde aufgrund des ebenfalls aus dem Hut gezauberten schnellen AKW-Moratoriums der Kanzlerin möglich.

Für immer vom Netz? Außerdem kündigte Lindner Gespräche mit den AKW-Betreibern an, diese haben bereits Klagen angedroht. Will man jetzt die Geister wieder loswerden, die man so schnell vor Japan und den Landtagswahlen beschworen hat? Ist die FDP noch zu retten, nur durch die erst so hochgelobte und jetzt verteufelte Atomtechnik und die ständigen Verrenkungen vor und zurück? Glaubwürdig klingt das alles auch nach den Wahlen nicht.

FDP-Chef Westerwelle klebt sowieso nach wie vor an seinem Stuhl. Man kann es auch wirtschaftslobbymäßig sehen, Teflon für die Kanzlerin und Pattex für Guido Westerwelle. Diese Industrie ist sicherlich im Aufwind, wenn man nach Berlin schaut.

Jetzt hangelt man sich wohl erst einmal innerhalb der Partei und auch vor den Medien weiter bis zum nächsten Landesparteitag im April in Thüringen. Hoffentlich mutiert die FDP nicht dann schon wieder. Vorschlag: Karriereträchtig für den FDP-Parteichef und Außenminister wäre doch ein Sprung über die Stromnetze hinweg zum Energie-Chef? Das haben außer ihm schon andere erfolgreich geschafft.