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Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Grüne haben abgeräumt

Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Grüne haben abgeräumt

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Im Prinzip ahnte man es, jetzt kam die Bestätigung und nicht nur Atomkraftgegner freuen sich. Grün ist die politische „Modefarbe“ und „in“ geworden. Betroffen und irritiert ist man bei der CDU und der FDP. Warum?

Die Pleite kam ja nicht wie ein Komet aus dem All. Sie war vorhersehbar. Die Unglaubwürdigkeit der Wendehälse im schwarz-gelben Bereich und das unsägliche politische Gemurkse in Berlin haben zu diesen Wahlergebnissen geführt. Da benötigte man bereits vor den Wahlen keine Analysen, wenn man einmal ehrlich mit sich selbst umging und nicht aufgebläht vor Kameras trat.

Beschönigen kann wohl kaum einer etwas. Auch wenn die CDU im Ländle „nur“ unerhebliche Verluste hatte. Es ist gut, dass Mappus abgewählt wurde, auch wenn er sich immer wieder mit seinem „Vorzeigeländle“ brüstete. Hier soll nochmals der unglaubliche Deal mit dem Atomkraftwerksbetreiber EnBW durch den Mappus-Freund Dirk Notheis, genannt werden, wohl jetzt auch eine Pleite für Baden-Württemberg in Höhe von 4,7 Milliarden Euro. Stuttgart 21 ist zwar in den Hintergrund getreten, trotzdem sollte es hier nicht unvergessen bleiben, wie Mappus die Polizei auf brave Bürger mit unglaublicher Härte hetzte und die Entscheidung unerbittlich verteidigte.

In Rheinland-Pfalz wird weiter „König Beck“ regieren, wenn auch mit ein wenig Minus und den Grünen. Alles in allem kann der Bürger nach diesem spannenden Wahlsonntag hoffen, dass ein neuer kräftiger Wind durchs Land wehen wird. Und dieser Wind kommt von den Grünen, den erneuerbaren Energien und dem wahrscheinlichen Ausstieg aus einer Katastrophen-Industrie. Energien müssen sicher jetzt von allen Beteiligten, die gestern für ihre Bundesländer an die Spitze gewählt wurden, aufbringen. Aber nicht alleine erneuerbare, sondern es ist zu hoffen, dass endlich ein neuer frischer Wind durch die Lande bläst.

Mappus ist weg, jetzt muss Westerwelle und seine Getreue Birgit Homburger folgen. Leider hat er bereits gestern trotz Abstiegs seiner Partei ein gegenteiliges Statement abgegeben. Arroganz, Selbstverliebtheit und Uneinsichtigkeit sind schwer zu brechen. Ein erster Schritt wurde aber getan.