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Wählersuche der CDU jetzt am konservativ rechten Rand?

Wählersuche der CDU jetzt am konservativ rechten Rand?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/rharrison/1434503309/sizes/m/in/photostream/##rharrison
Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach hält jetzt nach ihrem Rückzieher aus der CDU-Spitze eine Partei rechts von der CDU für möglich.

Nach Kritik an der Bundeskanzlerin aus der eigenen Partei spricht man jetzt von einem Potenzial für eine neue Partei am rechten Rand, allerdings nicht nur von der sowieso als äußerst konservativ bekannten Steinbach.

Steinbach äußerte in der ‚Welt am Sonntag‘ zur Diskussion um eine neue Rechtspartei: „Wenn jemand mit etwas Charisma und Ausstrahlung dies tun würde, käme eine solche Partei bei Wahlen „spielend“ über die Fünf-Prozent-Hürde.

Da kann man nur hoffen, dass sie sich nicht selbst mit „Charisma und Ausstrahlung“ gemeint haben könnte, es wäre für die Republik wohl besser, dass sie endlich schweigen würde.

Allerdings äußern sich auch andere CDU-Politiker wie z.B. Wolfang Bosbach oder Norbert Geis (CSU) im Sinne Steinbachs für mehr konservatives Denken in der Partei. Wenn Geis jetzt hierzu das Integrationsproblem und Thilo Sarrazin zitiert, ist das parteipolitisches Kalkül wegen verlorener Wählerstimmen, hat aber nichts mit konservativen Werten zu tun.

Hierzu äußert sich der Bonner Parteienforscher Gerd Langguth in der ‚Passauer Neuen Presse‘ unter anderem wie folgt: „.In der CDU fehlen konservative Persönlichkeiten, das lässt sich nicht mit ein paar programmatischen Sprüchen wettmachen.“

Unser Vorschlag: Die gegenwärtig regierenden Parteien CDU/CSU und FDP sollten lieber einmal an sich selbst arbeiten und überlegen, warum sie die derzeitigen niedrigen Umfragewerte erhalten. Es gibt eine einfache Antwort: Die Bürger sind es einfach leid, dass sie nicht gehört werden, ihre Interessen im Gegensatz zu den Lobby-Interessen nicht mehr vertreten werden und dadurch immer an ihnen vorbei regiert wird.

Um das zu ändern muss man nicht am rechten Rand fischen!