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Vulkanausbruch: Staatshilfen für angeschlagene Airlines unwahrscheinlich

Vulkanausbruch: Staatshilfen für angeschlagene Airlines unwahrscheinlich

Nachdem fast eine Woche wegen des Vulkanausbruchs auf Island der europäische Flugverkehr lahmgelegt war, fordern die Airlines Staatshilfen wegen der großen Verluste, die sie hinnehmen mussten.

Bundeswirtschaftminister Rainer Brüderle (FDP) sieht solche Hilfen jedoch äußerst skeptisch. Er sagte im „ZDF Morgenmagazin“, dass die Lage der Fluggesellschaften nicht dramatisch sei und sie die Umsatzeinbußen durchaus hinnehmen können. Aufgrund der Tatsache, dass die Aktivität des Vulkans auf Island abnehmend wäre, würde er die Situation recht entspannt sehen. Er ist der Meinung, dass Unternehmen das wirtschaftliche Auf und Ab teilweise verkraften können müssen. Der Minister verspricht den Fluggesellschaften aber, dass man alle Anträge sorgfältig prüfen werde.

Brüderle hält die gesamten wirtschaftlichen Folgen des Vulkanausbruchs und der Aschewolke für überschaubar. Er geht davon aus, dass die gesamte wirtschaftliche Wachstumsrate des Jahres nicht besonders von dem Flugverbot beeinflusst wird.

Aufgrund der Luftraumsperrung über Deutschland hatten mehrere Airlines und Reisveranstalter, die Ausfälle in Millionenhöhe zu beklagen haben, inoffiziell gefordert, eventuell durch staatliche Hilfsprogramme unter die Arme gegriffen zu bekommen. Bislang gab es noch keine offiziellen Anträge, aber auch Joachim Hunold, Chef der Air Berlin, hatte nicht ausgeschlossen, dass ein solcher Antrag gestellt wird.