close
Vulkanausbruch: Sperrung Luftraum bis Sonntagabend – Airlines kritisieren Flugverbot

Vulkanausbruch: Sperrung Luftraum bis Sonntagabend – Airlines kritisieren Flugverbot

Das durch den isländischen Vulkanausbruch ausgelöste Flugverbot über weiten Teilen Europas wird jetzt von Air Berlin und der Lufthansa infrage gestellt.

Hintergrund ist, dass bislang keine Messungen durch Wetterballons erfolgt sind. Die zwei größten deutschen Airlines zweifeln damit am Flugverbot. Lufthansa hatte bereits gestern Probeflüge durchgeführt, die problemlos verliefen. Die Sperrung des Luftraums wäre lediglich auf die Erkenntnis zurückzuführen, die durch ein englisches Institut aufgrund einer Computersimulation gewonnen wurden. Klaus Walther, Konzernsprecher der Lufthansa, hat gegenüber der „Bild“ gesagt, dass man nach den Testflügen die Maschinen durch Techniker hat prüfen lassen und keine Schäden oder Veränderungen durch die Vulkanasche festgestellt wurden. Joachim Hunold, Chef der Air Berlin, beklagte, dass nicht einmal ein Wetterballon aufgestiegen sei, um entsprechende Messungen durchzuführen, damit man Gewissheit habe, ob sich tatsächlich noch Vulkanasche in der Luft befindet.

Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch das schon seit mehreren Tagen anhaltende Flugverbot ausgelöst wird geht in die Milliarden. Gerade Lufthansa und Air Berlin müssen durch die Sperrung des Luftraums aufgrund der Aschewolke des isländischen Vulkans enorme Schäden in Kauf nehmen.

Die isländischen Behörden haben mitgeteilt, dass der Vulkan unterdessen immer noch voll aktiv sei. Er würde weiterhin Asche ausstoßen. Die aktuelle Wetterlage verändert sich auch nicht, so dass die Deutsche Flugsicherung (DFS) die Sperrung des Luftraums bis Sonntagabend 20 Uhr ausgeweitet hat.

Bild: flydime