close
Vulkanausbruch: Airlines tragen Mitschuld am Flugchaos

Vulkanausbruch: Airlines tragen Mitschuld am Flugchaos

Nachdem vor mehr als einer Woche der Luftraum über Europa wegen der Aschewolke des Vulkanausbruchs auf Island langfristig gesperrt war, geht jetzt das Gerangel um Schuld und künftige Richtlinien los.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will beim einberufenen Sondertreffen der EU-Verkehrsminister dafür werben, dass die „zähen Entscheidungsprozesse“ deutlich beschleunigt und in erster Linie vereinheitlicht werden. Gegenüber dem Magazin „Focus“ hat Ramsauer gesagt, dass man in Europa verbindliche Regeln für solche Fälle schaffen und allgemeingültige Grenz- und Messwerte festlegen müsse.

Des Weiteren hat er sich dafür ausgesprochen, dass Fluggesellschaften und Hersteller von Flugzeugen entsprechende Tests mit Asche von Vulkanen durchführen sollen, um daraus zu ersehen, wie die Triebwerke aber auch das Flugzeug als solches damit zurecht kommen.

Ramsauer hat von einer Mitschuld der Airlines im Zusammenhang mit der Aschewolke und den Flugverboten gesprochen. Er äußerte Kritik an der Leitlinie der internationalen Luftsicherheitsbehörde ICAO. Diese hätte es versäumt, eine Regelung zu verankern ab welcher Konzentration von Aschepartikeln in der Atmosphäre geflogen werden darf und ab welcher Konzentration Flüge verboten sind. Die Leitlinie ist in Zusammenarbeit der Fluggesellschaften mit den Luftfahrtverbänden, allen voran der Internationalen Luftfahrtbehörde IATA, die derzeit staatliche Hilfen für finanziell angeschlagene Airlines fordert, zustande gekommen.

Bild: irargerich