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Vulkanausbruch: Airlines hatten keine Aschewolke-Versicherung abgeschlossen

Vulkanausbruch: Airlines hatten keine Aschewolke-Versicherung abgeschlossen

Die Fluggesellschaften haben keine Versicherung gegen Vulkanausbrüche und Aschewolken abgeschlossen. Dabei wäre dies schon seit Jahren möglich gewesen, die Tarife werden von verschiedenen Versicherungsgesellschaften angeboten.

Gegenüber dem Magazin „Focus“ hat Renate Strasser, Leiterin der Flugsparte bei der Rückversicherung Munich Re, gesagt, dass es möglich sei, im Rahmen einer Betriebsunterbrechungsversicherung Schäden abzusichern, die wetterbedingt durch Schnee, Nebel oder Vulkanausbruch und eben auch Aschewolken entstehen. Es wurden bereits in der Vergangenheit mit verschiedenen Fluggesellschaften zu dem Thema Gespräche geführt. Abgeschlossen hätte allerdings keine Airline einen solchen Tarif.

Von Seiten der Lufthansa war zu hören, dass es bislang keine marktübliche Versicherung geben würde, die ein solches Risiko absichert. Die IATA (Internationaler Luftfahrtverband) hatte gefordert, den Airlines von staatlicher Seite unter die Arme zu greifen, da man die Schäden, die durch den Vulkanausbruch auf Island und das damit zusammenhängende Flugverbot entstanden sind, auf 1,3 Milliarden Euro beziffert.

Mit einer entsprechenden Versicherung hätten die Airlines jedoch den größten Teil des Schadens decken können. Seitens der Politik ist derzeit nicht mit einer positiven Entscheidung über Rettungspakte für angeschlagene Airlines zu rechnen.