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Von Haiti nach Amerika verschleppt: Cholera jetzt in USA ausgebrochen

Von Haiti nach Amerika verschleppt: Cholera jetzt in USA ausgebrochen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/knobil/66832421/sizes/m/in/photostream/##mknobil
Jetzt hat die in Haiti ausgebrochene Seuche die USA erreicht. Im Bundesstaat Florida gab es einen ersten Fall von Cholera. Man befürchtet weitere Ansteckungen, aber eine so immense Ausbreitung wie in Haiti wird es wohl in den Vereinigten Staaten nicht geben.

Die US-Zeitung „The Miami Herald“ berichtet von der Cholera-Infektion einer Frau, die bereits vor einer Woche aus Haiti nach Florida zurückgekehrt war nach einem Besuch ihrer dortigen Verwandten. Laut Mitteilung der behandelnden Ärzte geht es der Patientin recht gut. Allerdings würden weitere Verdachtsfälle in anderen Gebieten von Florida noch untersucht.

Auch in der Dominikanischen Republik ist ein Gastarbeiter aus Haiti als erster Cholera-Patient registriert worden.

Weitere Cholera-Fälle werden in Florida erwartet, da dort 240 000 Haitianer leben und zwischen Haiti und Miami täglich mehrere Flüge stattfinden.

Haiti kommt nicht zur Ruhe. Jetzt werden neue schwere Zusammenstöße zwischen den UN-Friedenstruppen und Demonstranten gemeldet, drei Mensch wurde bereits getötet und es gibt mehrere Verletzte. Es geht bei den Protesten um den erfolglosen Kampf der Regierung gegen die Cholera. An dieser Seuche sind seit ihrem Ausbruch mittlerweile 1.100 Menschen gestorben.

Ex-US-Präsident Bill Clinton teilte in Washington mit, dass seine Stiftung Haiti 1,5 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Cholera zukommen lassen wolle. Der in einer Erdbebenzone gelegene Inselstaat wurde im Januar durch ein schweres Erdbeben heimgesucht. Seit dieser Zeit herrschen dort unvorstellbare Zustände und den Menschen wird nur zögerlich geholfen, aus dieser misslichen Lage wieder zum normalen Leben zurückzufinden.