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Volkskongress China: Wirtschaftswachstum soll gebremst werden

Volkskongress China: Wirtschaftswachstum soll gebremst werden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kalleboo/4188359581/sizes/m/in/photostream/##kalleboo
Wie jedes Jahr tagt in Peking der Nationale Volkskongress. Er soll zehn Tage dauern und in dieser Zeit soll der nächste anstehende Fünf-Jahres-Plan verabschiedet werden.

Ministerpräsident Wen Jiabao teilte mit, dass das Wirtschaftswachstum Chinas im vergangenen Jahr 10,3 Prozent betrug. Damit wurde hinter den USA an erster Stelle Japan vom seinem zweiten Platz von Reich der Mitte als jetziger zweitgrößter Volkswirtschaft der Welt verdrängt.

Ministerpräsident Jiabao kündigte an, dass China in den kommenden fünf Jahren nur noch um sieben Prozent wachsen solle, denn der ständig sich vergrößernde Unterschied zwischen Arm und Reich beschädige die soziale Gerechtigkeit und man werde aus diesem Grund das Wachstum einschränken. Zum Anfang des Jahres sind vor allen Dingen die Lebensmittel- und Immobilienpreise um zehn Prozent immens gestiegen.

Eine stärkere Aufwertung der chinesischen Landeswährung Yuan wird vom Nationalen Volkskongress nach wie vor abgelehnt. Hierdurch würden viele Unternehmen in die Insolvenz getrieben. In der Tat geht auch in China die Schere zwischen Arm und Reich immer schneller und stärker auf. Das hat man zwar auch in diesem Land bemerkt, allerdings gab es außer der Feststellung im Kongress Jahr für Jahr nicht viel mehr an als Worte, diesen Zustand tatsächlich zu ändern. Es wurde wider besseres Wissen so gut wie nichts beschlossen, was den Ärmeren im Lande etwas aus ihrer misslichen Lage geholfen hätte.

Andererseits darf man diese Bevölkerungsschichten nicht einfach übersehen, denn auch in China wird auf die arabischen Länder und die dort stattfindenden Revolutionen geblickt.