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Volksbank: Kunden sind immer die Verlierer

Volksbank: Kunden sind immer die Verlierer

Nachdem die Volksbank Balingen Widerspruch gegen das Urteil des Landgerichts in Hechingen eingelegt hat, sind nun die schlimmsten Befürchtungen von Eberhard Kipp eingetreten.

Am 18. Februar hat die 1. Zivilkammer des Landgerichts Hechingen Eberhard Kipp zum Großteil Recht gegeben und die Volksbank Balingen mit 10.000 Euro Schadenersatz belegt. Grund der Klage Eberhard Kipps war das Anraten der Volksbank, er solle sein Erspartes in einen Immobilienfonds investieren. Er investierte sein Geld in den betreffenden Immobilienfonds und hat daraufhin all sein Erspartes verloren. Beide Parteien hatten eine außergerichtliche Lösung angestrebt, die allerdings scheiterte. Im Jahr 2008 hat Kipp dann letztendlich Klage gegen die Volksbank Balingen eingereicht. Vorher hatte er an seine Ehefrau Birgit die Ansprüche abgetreten.

Nachdem das Urteil gesprochen war freute man sich im Hause Kipp. Einhergehend mit der Urteilsverkündung erreichten das Ehepaar unzählige Anrufe von Geschädigten, die aufgrund des richterlichen Urteilsspruchs neue Hoffnung auf Schadenersatz schöpften. Trotz des Urteil befürchtete Kipp, dass die Volksbank das Urteil so nicht hinnehmen würde. Seine Befürchtungen waren nicht grundlos, denn die Volksbank geht nun vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart in Berufung.

Kipp sagte enttäuscht, dass es völlig egal sei wie der Prozess ausginge, denn die Verlierer wären in jedem Fall die Volksbank-Mitglieder. Wenn die Volksbank in zweiter Instanz verliert, dann fehlt ihr viel Geld, dass sie sich über die Mitglieder wieder zurückholt. In diesem Fall unter anderem auch bei dem Ehepaar Kipp. Wenn die Volksbank gewinnt muss die Familie Kipp, als Mitglied der Volksbank, für den Schaden aufkommen.

(Quelle: Zollern-Alb Kurier)