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Volksabstimmung Island: Schuldentilgung für Pleitebank Icesave abgelehnt

Volksabstimmung Island: Schuldentilgung für Pleitebank Icesave abgelehnt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/nicokaiser/3605757094/sizes/m/in/photostream/##Nico Kaiser
Nach einer zweiten Volksabstimmung über eine Schuldentilgung für Icesave, der isländischen Pleitebank sieht es bisher so aus als gebe es eine Ablehnung. Nach der Auszählung von zwei Dritteln aller Stimmen sprachen sich nur 42 Prozent der Isländer für eine Vereinbarung zur Schuldentilgung durch die Regierung aus. 58 Prozent stimmten dagegen. Das endgültige Ergebnis steht noch aus.

Es geht um Zahlungen der isländischen Regierung von 3,8 Milliarden Euro an London und Den Haag. Die Regierungen in Groß Britannien und den Niederlanden hatten ihren heimischen Kunden nach der zusammengebrochenen isländischen Internetbank Icesave 2008 ihre dortigen Einlagen erstattet.

Die Finanzkrise 2008 hatte Island mit 320.000 Einwohnern damals besonders hart betroffen. Das gesamte Bankwesen war im Land zusammengebrochen. Johanna Sigurdardottir, die isländische Ministerpräsidentin hatte sich für eine Rückzahlung vor der zweiten Volksabstimmung ausgesprochen. Aber die Situation sieht nicht gut aus. Man kann davon ausgehen, dass die Rückzahlungen, um die es hier geht, jetzt von der Gerichtsbarkeit in der EU geklärt werden müssen.