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Versicherer sehen sich eventuelle Milliarden Rückforderungen gegenüber

Versicherer sehen sich eventuelle Milliarden Rückforderungen gegenüber

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/mecklenburg/4214845249/sizes/m/in/photostream/##mueritz
Wie es scheint könnten auf deutsche Versicherer Rückforderungen in Milliardenhöhe zukommen.

Hamburg – Wegen der Ratenzahlungszuschläge der Versicherungsgesellschaften werden gerade die Verbraucherzentralen sehr aufmerksam. Bei den Versicherungsgesellschaften ist es gängige Praxis, für Ratenzahlung kräftige Aufschläge von den Versicherten zu verlangen.

Erst vor kurzem kam es vor dem Hamburger Landgericht zu einem Urteil, das Verbraucherschützer als Teilsieg ansehen. Sollten die Versicherer die zu hohen Beiträge zurückzahlen müssen, dann müssten sie Leistungen in Milliardenhöhe erbringen.

Prinzipiell sind Prämien für Versicherungsverträge jährlich im voraus fällig. Kommt es zu einer unterjährigen Ratenzahlung, dann verlangen die Versicherungsgesellschaften hohe Aufschläge. Oft geben die Versicherer an, dass es ein Aufschlag von drei oder fünf Prozent sei. Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge weiß Edda Castró von der Hamburger Verbraucherzentrale allerdings, dass es oftmals effektiv dreizehn oder vierzehn Prozent sind. Diese fehlerhaften Angaben würden gegen geltendes EU-Recht verstoßen.

Derzeit verschickt die Verbraucherzentrale aus Hamburg Abmahnungen an die Versicherer. Zwar hat das Landgericht in Hamburg einen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung gegen einen Versicherer abgelehnt, aber man hat durchblicken lassen, dass man der Verbraucherzentrale in der Sache an sich folgen würde. Die Verbraucherzentrale ist der Meinung, dass Versicherte Ratenzahlungszuschläge zurückfordern können, die über vier Prozent liegen und das rückwirkend bis ins Jahr 2002.