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Verkehrte Welt: IG Metall mit Kritik an Sparkurs der Rüstungsindustrie

Verkehrte Welt: IG Metall mit Kritik an Sparkurs der Rüstungsindustrie

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Beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS soll gespart werden. Das ruft die Gewerkschaft IG Metall auf den Plan, die sich gegen den von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verordneten Sparkurs ausspricht.

Bernhard Stiedl, bei der IG Metall zuständig für die EADS, hat gesagt, dass man die Zukunft der „militärischen Luftfahrtindustrie“ auf’s Spiel setzen würde. Bis zu 15.000 Arbeitsplätze wären aufgrund der Sparpläne in Gefahr.

Laut IG Metall-Schätzungen arbeiten ungefähr 80.000 Menschen in der Rüstungsindustrie in Deutschland. Guttenberg ist auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten auch beim Branchenriesen EADS. Besonders bei Rüstungsprojekten solle man den Rotstift ansetzen.

Thomas Pretzl, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei EADS, hat gesagt, dass viele Beschäftigte Angst hätten. Die IG Metall geht davon aus, dass einige Großprojekte in Gefahr seien. Unter anderem wären die Drohne Talarion, der Militärtransporter A400M und das Flugabwehrsystem MEADS in Gefahr. Stiedl befürchtet sogar, dass langfristig 30.000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten. Die IG Metall scheint auch dem Druck der Zeit ausgesetzt zu sein, sprach man sich doch früher noch ganz klar gegen die Rüstungslobby aus.