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Verbraucherschützer fordern Transparenz durch Patientenquittungen – Pharmabranche unterläuft Sparpaket

Verbraucherschützer fordern Transparenz durch Patientenquittungen – Pharmabranche unterläuft Sparpaket

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Auf Patientenquittungen sollen Leistungen der Ärzte aufgeführt werden.

Patienten sollen nach jedem Arztbesuch eine Quittung erhalten. Der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, hat sich dafür ausgesprochen, um mehr Transparenz und Kostenbewusstsein zu erhalten.

Sollten Patienten nach einem Arztbesuch alle erhaltenen Leistungen auf einer Patientenquittung ablesen können, so haben die Versicherten einen Überblick über die Kosten der Untersuchungen, Anwendungen und Verschreibungen und ihre Kosten, so Billen in der „Rheinischen Post“.

Der Chef der Monopolkommission, Justus Haucap, setzt bei den Arzneimittelpreisen auf Reformen in der Apothekerbranche. Er sagte der „Bild“, dass Produkte, die nicht beratungsintensiv seien, nicht mehr exklusiv nur in Apotheken vertrieben werden müssten. „Kopfschmerztabletten oder Nikotinpflaster können genauso gut in Drogeriemärkten angeboten werden“.

Der „Spiegel“ berichtet, dass die Pharmaindustrie das von der Bundesregierung verabschiedete Arzneimittel-Sparpaket unterlaufe. Kurzfrisig hätten Mitte Juli viele Anbieter ihre Preise erhöht, nur um sie bei Inkrafttreten des 16-prozentigen Zwangsrabattes wieder zu senken. Hierzu Staatssekretär Stefan Kapferer (Bundesgesundheitsministerium): „Sollten wir feststellen, dass eine relevante Zahl von Unternehmen Preisschaukel missbräuchlich nutzt, müssen wir das Gesetz noch einmal ändern.“