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Ver.di: Russen haben keine Chancen bei Karstadt

Ver.di: Russen haben keine Chancen bei Karstadt

Die finanziell stark unter Druck geratene Kaufhauskette Karstadt ist insolvent. Ist bis zum 7. Juni kein Käufer gefunden wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Bislang haben drei Investoren ihre Angebote abgegeben.

Der deutsch-schwedische Investor Triton, der Schwede Berggruen und Highstreet haben ihre Angebote vorgelegt. Am Wochenende ist ein weiterer Bieter aufgetaucht, ein Konsortium um den russischen Geschäftsmann Artur Pachomow aus St. Petersburg.

Die Gewerkschaft ver.di räumt dem Angebot des russischen Konsortiums keine großen Erfolgschancen ein. Es gäbe bei dieser Offerte noch zu viele offene Fragen und es sei auch nicht zu erkennen, dass die Russen eine ernsthafte Marktanalyse und Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt haben. Des Weiteren sei dieser Bieter völlig unbekannt. Das russische Konsortium hat in seiner Offerte lediglich davon gesprochen, den Konzern jährlich mit 80 Millionen Euro zu unterstützen. Ein schlüssiges Konzept, wie die Kaufhauskette tatsächlich gerettet werden kann, ist allerdings nicht zu erkennen.

Von Seiten des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg war zu vernehmen, dass ein entsprechendes Angebot am Wochenende eingegangen sei, das aktuell zur Prüfung an die Investmentbank weitergleitet wurde.