close
USA-Vorbild: Reiche Deutsche sollen mehr spenden

USA-Vorbild: Reiche Deutsche sollen mehr spenden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/jmrosenfeld/2903513401/sizes/m/in/photostream/##JMRosenfeld
Milliardenzusagen in den USA, Modell für Deutschland?

SPD und Grüne haben jetzt in Deutschland die Reichen aufgefordert, es den Millionären in den USA nachzumachen und für sinnvolle Zwecke zu spenden.

Allerdings könne dadurch der notwendige finanzielle Beitrag vermögender Steuerpflichtiger nicht ersetzt werden, so Joachim Poß (SPD-Fraktionsvize). Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Aufkommen aus vermögensbezogenen Steuern in Deutschland weit unter dem OECD-Durchschnitt liegen.

Poß weiter: Wohlhabende Spender würden sowieso nicht ganz selbstlos handeln, da die Beiträge, die sie für gemeinnützige Zwecke spenden, von der Steuer abgesetzt werden könnten.

Claudia Roth (Grünen Vorsitzende) findet, dass die Spenden der amerikanischen Reichen ein gutes Vorbild sind, allerdings müsse der Staat beim Spitzensteuersatz und der Besteuerung der Vermögen Rahmenbedingungen setzen. Der soziale Rechtsstaat müsse finanzierbar bleiben.

Positiv sieht das amerikanische Vorbild auch Arend Oetker, der Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Er schließt sich dem Aufruf reicher US-Amerikaner an und meint, jeder könne in seinem Rahmen mehr tun. Derjenige, dem es gut gehe, der könne auch ein Zehntel abgeben.