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USA: Größeres Schuldenproblem als Griechenland

USA: Größeres Schuldenproblem als Griechenland

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/dcjohn/2960356/sizes/m/##dcJohn

US-Ökonomen gehen derzeit davon aus, dass sich die Spekulanten in Richtung USA bewegen könnten. Das Ausmaß der ungedeckten Zahlungsverpflichtungen der USA im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nahe dem von Griechenland.

Griechenland war in den vergangenen Wochen schwer unter Beschuss der Spekulanten geraten. Allerdings ist nicht gesagt, dass die Spekulanten in der Eurozone verharren. Vielmehr könnten sie sich neuen Zielen zuwenden und da können die USA aktuell ein sehr interessantes Ziel sein.

Laurence Kotlikoff, Ökonom der Universität Boston, hat im Rahmen eines Interviews mit der „Welt am Sonntag“ gesagt, dass die Schulden in den USA ähnliche Ausmaße hätten wie die in Griechenland. Die Zahlungsverpflichtungen der USA, die sich schon heute anhäufen, wären künftig kaum noch bezahlbar. Allerdings sind die Summen deutlich höher als die in Griechenland. Mittlerweile hat die Lücke zwischen den Einnahmen und den Ausgaben der Vereinigten Staaten das 16-fache des BIP’s erreicht. In Griechenland liegt dieser Wert beim 17-fachen. Wenn sich Griechenland an die Sparmaßnahmen hält kann es schon in wenigen Jahren besser dastehen als die USA.

Die Verhältnisse in den USA sind andere als die in Griechenland. Griechenland gehört der Eurozone an und wird derzeit von den anderen Mitgliedsstaaten und dem Internationalen Währungsfonds gestützt. Die USA gehören keiner Währungsgemeinschaft an. Hier ist die Problematik eine andere. Sollten die USA fallen können sie die ganze Welt mit in den Abgrund reißen.