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US-Notenbank unter Beschuss – Ermittlungsausschuss klagt Federal Reserve an

US-Notenbank unter Beschuss – Ermittlungsausschuss klagt Federal Reserve an

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/laurapadgett/3082921623/sizes/m/in/photostream/##laura padgett
Keine Krise ohne Ermittlungsausschuss. Die Finanzkrise wird von einer Untersuchungskommission in den USA untersucht. Dabei haben die Ermittler schwere Vorwürfe gegen die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhoben.

Der Ausschuss wirft dem ehemaligen Notenbank-Chef, Alan Greenspan, vor, dass die Krise zu verhindern gewesen wäre.

Greenspan hätte eine „zentrale Schutzvorrichtungen entfernt“, mit der man die Krise hätte verhindern können. Die Fed hätte nichts unternommen um den damals explodierenden Handel mit toxischen Hypothekenpapieren einzuschränken. Die Aufgabe der Notenbank sei es gewesen gerade im Bereich der Kreditvergabe strengere Standards einzufordern, was versäumt wurde.

Der Untersuchungsausschuss lässt darüber hinaus kein gutes Haar an den Bankenchefs und hat bereits Schritte eingeleitet, die juristische Konsequenzen für die Bankenchefs zur Folge haben werden. Auf die Bankenchefs kommen wohl zivilrechtliche Klagen zu.

Auch die US-Börsenaufsicht SEC gerät durch den Bericht der Kommission massiv unter Druck. Die SEC muss sich vorhalten lassen, dass man es versäumt habe den Banken deutlich höhere Kapitalreserven aufzuerlegen, trotz der riskanten Geschäfte, die betrieben wurden.

Die Untersuchungskommission ist aus vier Republikanern und sechs Demokraten zusammengesetzt. Sie hat in den vergangenen Monaten über 700 Zeugen gehört und unzählige Dokumente analysiert. Letztendlich ist die Kommission aber im Streit auseinander gegangen. Die Republikaner akzeptieren den Abschlussbericht nicht und wollen eine eigene Endfassung veröffentlichen.