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Urteil auf Bewährung für Vater des Amokläufers aus Winnenden

Urteil auf Bewährung für Vater des Amokläufers aus Winnenden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/chrisyarzab/5295756356/sizes/m/in/photostream/##Chris Yarzab
Knapp zwei Jahre nach dem schrecklichen Amoklauf in einer Schule in Winnenden ist der 52-jährige Vater des Täters zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Ist das gerecht?

Der jetzt verurteilte Vater Jörg K. wusste von den absurden Killer-Fantasien seines Sohnes und nahm ihn trotzdem zu Schießübungen mit. Sein Sohn Tim, der damals 17 Jahre alt war und sich selbst nach den grausamen Morden tötete hat insgesamt 15 Menschen auf grausame Art und Weise einfach niedergestreckt.

Verletzt wurden auch noch 14 weitere Menschen bei seinem schrecklichen Amoklauf. Tim, der Amokläufer war in einer Gesprächstherapie einer psychiatrischen Klinik. Dort seien die Eltern unterrichtet worden über das absurde Denken ihres eigenen Kindes. Danach soll der Junge gesagt haben, dass er einen Hass auf die ganze Welt habe und sich auch vorstellen könne, die ganze Menschheit umzubringen.

So hieß es dann auch in der heutigen Urteilsbegründung des Richters Reiner Skujat, dass er, der anklagte Vater, seinen Sohn hätte vom Schusswaffengebrauch unbedingt abhalten müssen. Trotzdem nahm Jörg K. seinen Sohn weiterhin zu Schießübungen mit und ließ leichtsinnigerweise die spätere Tatwaffe ungesichert in einem Schlafzimmerschrank.

Vorhersehbar sei die Tat gewesen, so Richter Skujat und vermeidbar. Der Angeklagte verharrt regungslos und hört der Urteilsbegründung zweieinhalb Stunden zu. Zum Ende hört man von einem Angehörigen, der den Tod seines Kindes zu verschmerzen hatte die Worte, wenn die Waffe nicht gewesen wäre, würde seine junge Tochter noch leben. Was ist gerecht?