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Ungarn: Kommt ein zweites Griechenland auf Europa zu?

Ungarn: Kommt ein zweites Griechenland auf Europa zu?

Ungarn ist in den vergangenen Tagen immer mehr in den Medien vertreten. Hintergrund ist die unsägliche Schuldenlast des osteuropäischen Landes. Ungarn beunruhigt ein ums andere Mal die Finanzmärkte mit seiner immensen Schuldenlast und bringt diese ins Wanken.

Wie sehr Ungarn die Märkte beeinflusst zeigt der Eurokurs, der zeitweilig unter die 1,19 Dollar-Grenze gefallen war.

Die Politiker Ungarns sind sichtlich bemüht, die Schuldenkrise im eigenen Land herunterzuspielen und kleinzureden. Letztendlich scheint es nur noch um Schadensbegrenzung zu gehen. In der vergangenen Woche ist ans Tageslicht gekommen, dass das Haushaltsdefizit in Ungarn bei 7,5 Prozent des Bruttosozialprodukts liegen soll. Damit ist das Defizit doppelt so hoch wie bislang angenommen.

Ranghohe Politiker des Landes warnen vor Ausmaßen der Schuldenkrise, die der Krise in Griechenland sehr ähneln könnten. Ein Sprecher der Regierung hat sogar gesagt, dass man ständig neue Leichen im Keller finden würde. Die Hauptaufgabe, nach Aussagen von Ministerpräsident Viktor Oban sei es, „den unmittelbaren Staatsbankrott abzuwenden“, so das Magazin „Focus“.

Keine beruhigenden Aussichten. Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob die Schuldenkrise in Ungarn tatsächlich griechische Ausmaße annimmt und wer dafür zahlen darf.