close
UN-Studie: Großkonzerne verursachen jährlich 1,7 Billionen Euro Umweltschäden

UN-Studie: Großkonzerne verursachen jährlich 1,7 Billionen Euro Umweltschäden

In einer UN-Studie wurde festgestellt, dass die Großkonzerne Raubbau an der Natur treiben und die 3000 größten Konzerne jährliche Schäden von 1,7 Billionen Euro verursachen. Steiner, UNO-Umweltchef wörtlich: „Das Kapital der Welt wird vernichtet“.

Offenbar spurlos gehen die Folgen der Umweltzerstörung an vielen Großkonzernen vorbei und sind diesen darüber hinaus auch egal. Dieses erschütternde Ergebnis wurde am Dienstag auf der ersten globalen Konferenz für Artenvielfalt und Biodiversität in London vom UN-Umweltprogramm UNEP vorgestellt.

Die Schäden werden in erster Linie durch die Verschmutzung von Luft und Gewässern und das Aussterben von Arten verursacht. Festgestellt wurde, dass nach Schätzungen diese Schäden 100-mal schneller entstehen als es die Evolution je vorgesehen hat.

Von der Erde verschwinden täglich bis zu 130 Arten, von der Größe Österreichs fallen jährlich Waldgebiete der Holzindustrie zum Opfer. Steiner: „Das natürliche Kapital der Welt wird im großen Stil vernichtet“.
Es gelte leider immer noch in vielen Konzernen die Meinung, dass natürliche Ressourcen unerschöpflich seien und man für die Schäden auch nicht einstehen müsse. Die entstandenen Kosten für Umweltschäden würden von Versicherern, der Bevölkerung und den Steuerzahlern getragen.

Der UNEP-Chef fordert deshalb , dass die Politik den Schutz der Ökosysteme neben dem Klimawandel als zweites Umwelt-Politikfeld einführt und deren Nutzung nach dem Vorbild der Emissionsrechte einen Preis erhalten soll.