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UN-Armutsgipfel – Armutszeugnis für Vereinte Nationen

UN-Armutsgipfel – Armutszeugnis für Vereinte Nationen

In New York ist nach drei Tagen der Armutsgipfel der Vereinten Nationen (UN) zu Ende gegangen. Im Ergebnis gibt es keine konkreten Zusagen. Lediglich schwammige Aufrufe an reiche Länder, dass diese doch die armen Staaten unterstützen und die Hilfen erhöhen sollen.

Die Ziele hingegen, die man sich beim Millenniumsgipfel im Jahr 2000 gesetzt hatte, musste man sich eingestehen, sind noch lange nicht erreicht.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte angekündigt, dass es zumindest ein Gesundheitsprogramm geben soll, das milliardenschwer ist. Man will weltweit 16 Millionen Frauen und Kinder bis zum Jahr 2015 vor dem Tod durch Krankheiten und ähnlichem retten.

Kritik kam aus China. Wen Jiabao, chinesischer Premierminister, hat gesagt, dass es sinnvoller sei, einen Laib Brot als ein leeres Versprechen anzubieten. Außerdem fordert er die reichen Länder auf, das UN-Ziel von 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe aufzuwenden, endlich umzusetzen.

Wie auch schon Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag gefordert hatte, rief US-Präsident Barack Obama nochmals dazu auf, dass die armen Länder mehr Eigenverantwortung übernehmen müssen und sich über ein stetiges eigenes Wirtschaftswachstum erarbeiten sollen. Die USA werden gerne eine führende Rolle in der Entwicklungshilfe übernehmen, so der US-Präsident.