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Übernahmekampf Hochtief: Konzernbetriebsratschef zurückgetreten

Übernahmekampf Hochtief: Konzernbetriebsratschef zurückgetreten

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Der Konzernbetriebsratsvorsitzende der Hochtief AG Siegfried Müller ist zurückgetreten. Auch aus der Gewerkschaft IG BAU werde er austreten war von ihm zu hören. Er argumentierte, dass er der weiteren Zukunft des Konzerns nicht im Wege stehen wolle.

Seine Person wird im Abwehrkampf gegen die feindliche Übernahme des spanischen Bauunternehmens ACS genannt. Die Gewerkschaft soll sich bereits mit den Spaniern abgestimmt haben und das Gremium war entsprechend ärgerlich.

Mittlerweile besitzt ACS, obwohl der Konzern massive Finanzierungsprobleme hat, ein Drittel der Anteile der Hochtief AG. Müller kündigte an, dass er für die Essener Zentrale trotz allem Mitglied des Konzernbetriebsrats und Betriebratschef bleiben wolle. Wie das ohne die zuständige Gewerkschaft gehen soll sagte er nicht.

Vom Boss der Hochtief AG Herbert Lütkestratkötter war jetzt harte Kritik zu hören, dass gegen die drohende Übernahme die Politik den Konzern nicht genügend unterstützt habe. Geändert habe sich nichts, obwohl einige Politiker ihm in Vier-Augen-Gesprächen ihr großes Bedauern ausgedrückt hätten. Lütkestratkötter könne sich aber vorstellen, im Unternehmen zu bleiben, auch wenn der Spanier ACS die Mehrheit übernehme.

Was soll dann die Kritik an die Politik, wenn er weiter seinen Job wie bisher machen kann? Inzwischen hat man immer mehr den Eindruck bei solchen Übernahmen, es gehe den Chefs, die an der Spitze stehen nur um ihre eigenen Pfründe, die sie retten wollen.