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Übernahmekampf: ACS will Hochtief als Ganzes übernehmen – Bestandsschutz angekündigt

Übernahmekampf: ACS will Hochtief als Ganzes übernehmen – Bestandsschutz angekündigt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kefraya/39159463/sizes/m/in/photostream/##hmboo
Der spanische Baukonzern ACS will das deutsche Bauunternehmen Hochtief schlucken. Die Angestellten von Hochtief ahnen nichts Gutes und befürchten, dass ihr Unternehmen zerschlagen wird. Florentino Pérez, Chef von ACS, hat jetzt angekündigt, dass man Hochtief nicht zerschlagen wolle und einen entsprechenden Bestandsschutz gewährleistet. Er hat noch einmal betont, dass man Hochtief als Gesamtunternehmen übernehmen will und nicht nur Teile davon haben wolle.

Pérez hat sogar angeboten, dass man diesen Sachverhalt in einer Investorenvereinbarung niederschreiben könne.

Seit Mitte September tobt ein Übernahmekampf zwischen Hochtief und ACS. Der spanische Baukonzern, der ohnehin schon Aktienanteile an Hochtief hält, will seine Beteiligung auf über 50 Prozent aufstocken und damit die deutsche Baufirma mehrheitlich übernehmen. Aktuell hält der spanische Konzern 30 Prozent der Aktienanteile und ist damit größter Einzelaktionär bei Hochtief.

Pérez hat nochmals betont, dass man nichts verändern will, der Firmensitz soll in Essen bleiben, die Beschäftigten werden nicht entlassen und das Unternehmen nicht zerschlagen. Pérez will vielmehr von der Wachstumsmaschine profitieren. Eine weitere Trophäe wolle er nicht. Er will die Schlagkraft beider Unternehmen durch Vereinigung und Bündelung erhöhen, um am Markt noch voluminösere Projekte stemmen zu können. Er ist der Meinung, dass die Staaten nicht mehr die Finanzmittel zur Verfügung hätten, um entsprechende Infrastrukturprojekte durchzuführen. Das könne aber mit einem entsprechend großen Baukonzern durchgeführt werden.