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Türkei über Visapraxis in Deutschland verärgert – Importe auf 9,1 Prozent gefallen

Türkei über Visapraxis in Deutschland verärgert – Importe auf 9,1 Prozent gefallen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/fotografar/149942723/sizes/m/in/photostream/##fotografar
Der deutsch-türkische Wirtschaftsverband warnt die Bundesrepublik, dass sie ihre Stellung als erste Adresse für türkische Investoren gefährde.
Wenn Türken Deutschland geschäftlich oder privat besuchen möchten, müssten sie sich stets über lange Wartezeiten ärgern.

Laut Angaben deutscher Wirtschaftsvertreter in Istanbul sei Deutschland im Vergleich zu anderen Schengen-Staaten besonders streng und vor allen Dingen sehr langsam bei der Visa-Vergabe. Franz Koller (Präsident der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer) hierzu: „Es sind einfach nicht zeitgemäße Prozesse. Zum Beispiel die vier Wochen Wartezeit, nur damit Sie einen Antrag einreichen können.“

Bis zu 15 Bescheinigungen und Bestätigungen müssten dem Konsulat vorgelegt werden. Die türkischen Importe nach Deutschland sind bereits von 9,9 auf 9,1 Prozent gefallen. Wenn sich in der Visavergabe nichts ändere, so würde die Bundesrepublik ihre Stellung als erste Adresse für türkische Investoren auf Dauer verlieren. Deutschland lehnt knapp 13 Prozent türkischer Visaanträge ab, Frankreich dagegen rund sechs Prozent, Italien weniger als zwei Prozent.