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Tod von Maria Bögerl: Wieder neue Ausreden von der Polizei

Tod von Maria Bögerl: Wieder neue Ausreden von der Polizei

Seit die Bankiersfrau der Sparkassenvorstands aus Heidenheim tot am Rande des Waldstückes an der A7 zwischen Nietheim und Niesitz unter Reisig und Ästen versteckt gefunden wurde, macht es den Anschein, dass die Polizei immer wieder neue Ausflüchte für einige Reaktionen ihrerseits sucht. Einer schiebt die Schuld dem anderen zu und dies wird natürlich von den Medien aufgegriffen. Von Seiten der Polizei hört man immer: „Herr Bögerl wollte….“, „Herr Bögerl machte…..“ Leidtragende hierbei sind die trauernden Familienmitglieder der Toten. Die Kinder der getöteten Bankiersfrau sowie ihr Mann stehen noch immer unter Schock. Dieser Entführungsfall fordert von allen ermittelnden Beamten und der SOKO höchste Sensibilität und Verständnis für die Lage der Hinterbliebenen. Man muss alles mit viel Geduld und Ruhe angehen, nur so kann man den Betroffenen und Hinterbliebenen eine Hilfestellung in solch einer schwierigen Zeit geben.

Als dann aber durch einige Medien bekannt wurde, wie unglaublich stur die Polizei darauf beharrt, dass einzig und allein Herr Bögerl an der misslungenen Geldübergabe und der Geldbeschaffung schuld war, macht einen gar ohnmächtig. Herr Bögerl allerdings dementiert dies und äußerte, dass er nie gesagt habe, er wolle das Geld beschaffen. Wer verzerrt hier die Wahrheit?

Der Mann der erstochenen Bankiersfrau stand nach dem Erpresser-Anruf unter Schock und hätte Unterstützung sowie Verständnis, vor allem aber Hilfe der Polizei, in dieser Situation benötigt. Fingerspitzengefühl war hier nicht die Stärke der Polizei. In solch einer Situation wird erwartet und das sollte auch selbstverständlich sein, dass man den Betroffenen alle Unterstützung und Sensibilität zuteil werden lässt, die nötig ist. Die Lösegeldübergabe ist geplatzt, deshalb wird der schwarze Peter nun dem Witwer zugeschoben.

Volker Lück, Polizeichef von Heidenheim, sagt, dass er die Vorgesetzten in Stuttgart nicht über die Lösegeldbeschaffung informiert habe. Dies ist allerdings etwas abstrus, wer soll denn glauben, dass bei dieser hohen Lösegeldforderung die Vorgesetzten der Landesregierung in diesem Fall nicht darüber informiert wurden? Entführungsexperten des Landeskriminalamts haben doch bei den Ermittlungen geholfen und da sollen die Landesbehörden nicht über den Fall Bescheid gewusst haben? Wieder eine Ausrede?

Der verantwortliche Landesinnenminister Heribert Rech ist von der Bildfläche verschwunden, kein Wort über die Tragödie, die sich in Heidenheim abgespielt hat. Kein Wort der Anteilnahme, keine Entschuldigung, kein nettes Wort an die Familie, einfach nichts, keine Reaktion vom verantwortlichen Landesinnenminister.