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Terror im Irak: Tote in Kirche – Christen in der Schusslinie – Verfolgung

Terror im Irak: Tote in Kirche – Christen in der Schusslinie – Verfolgung

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/soldiersmediacenter/1416931687/sizes/m/in/photostream/##The U.S. Army
In Bagdad stürmte die irakische Polizei mit US-Soldaten eine katholische Kirche. Dort hatten sich mutmaßliche Anhänger von Al Kaida mit zahlreichen Geiseln verschanzt.

Einige Menschen wurden getötet. Insgesamt starben nach Angaben des irakischen Innenministeriums 52 Gläubige und Polizisten, über 60 Menschen wurden verletzt.

Während der Abendmesse drangen die Terroristen in das Sajedat-al-Nadschah-Gottehaus ein und brachten 120 zum Gebet versammelte Gläubige in ihre Gewalt. Sie forderten die Freilassung von Al-Kaida-Terroristen, die in Ägypten und im Irak inhaftiert sind. Bevor Sicherheitskräfte das Gotteshaus stürmten ließen die Täter 19 Nonnen frei.

Im Irak leben etwa eine halbe Million Christen. Es wird über gezielte Angriffe berichtet und sie haben kaum Schutz durch die Regierung. Viele irakische Christen, denen es möglich ist, wandern deshalb aus in den Nordirak oder Europa. Es gibt viele Opfer unter ihnen, zahlreiche Gläubige und sogar Priester.

Es gibt mehr als ein Dutzend christliche Konfessionen im Irak, die bereits länger als die Muslime in diesem Land leben. Über 2000 Jahre sogar bereits. Sie bildeten die Mittelklasse im Land und wurden von Saddam Hussein einigermaßen in Ruhe gelassen. Erst seit 2003 als die Amerikaner ins Land kamen gibt es schwere ethnisch-religiöse Auseinandersetzungen und viele Christen, die sich das leisten können, wandern mittlerweile aus.