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Territorialstreit spitzt sich zu – China droht Japan

Territorialstreit spitzt sich zu – China droht Japan

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat Japan mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, sollte der chinesische Kapitän, den die japanischen Behörden inhaftiert haben, nicht sofort freigelassen werden.

Die japanische Regierung ist noch immer bemüht den Streit besonnen beizulegen und nicht eskalieren zu lassen.

China hat aufgrund des Territorialstreits bereits die Verhandlungen mit Japan über einen verstärkten Flugverkehr ausgesetzt. Experten sind ohnehin der Meinung, dass der gerade entfachte Streit ein Alibi ist. Eigentlicher Hintergrund sind Rohstoffvorkommen, die sich im ostchinesischen Meer befinden. Rund um die betreffende Inselgruppe gibt es reiche Fischvorkommen, außerdem wird Erdgas und –öl in der Region vermutet.

Stein des Anstoßes ist ein Fischkutter der Anfang des Monats von der japanischen Küstenwache auf einer Inselgruppe festgesetzt wurde, die von den Japanern kontrolliert, den Chinesen aber beansprucht wird. Der chinesische Kapitän soll nach Angaben der japanischen Behörden zwei Boote der Küstenwache mit voller Absicht gerammt haben.
Die japanischen Behörden lassen sich Zeit, sie wollen bis zum 29. September durch die Staatsanwaltschaft entscheiden lassen, was mit dem Kapitän passieren wird. Wen Jiabao gibt an, dass man von japanischer Seite den Bedenken Chinas kein Gehör geschenkt hätte.